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Lisa Mayer |
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http://www.literaturnetz.at/salzburg/projekte/uni1/mayer.shtml Lisa und ich kennen einander seit 1976 als Mitglieder der Salzburger Literaturgruppe "projektil". Ich studierte und arbeitete damals in Salzburg - und sprach nach einem mißglückten Liebesabenteuer zuviel dem Alkohol zu. Dies wurde durch den "Verkehr" mit Literurgen nicht besser...... Lisa brachte mich Anfang 1977 in Kontakt mit einem Lehrer für Transzendentale Meditation. Das Alkoproblem war mit einem Schlag weg. Das also habe ich ihr ebenfalls zu verdanken. Was die Literatur betrifft, fanden wir es besser, sich daran vorläufig nur lesend zu beteiligen, wenn überhaupt..... Als Lisa vor etwa zwei Jahren wieder begann, Gedichte zu verfassen, freute ich mich sehr. Ich besuchte sie in Salzburg und war über ihre neue Art zu schreiben ganz begeistert. Ebenso begeistert zeigte sich die Jury des Literaturwettbewerbes 1998 für das Bundesland Salzburg. Lisa gewann ihn mit ihrer wundervollen Lyrik - und hat nun das erste Buch veröffentlicht. Aus diesem (oben angeführten Werk) nun einige Kostproben:
OHNE GEWAHR
Auf den Dächern
In den warmen Bäuchen
Einer schlägt der Nacht
Wieder das Dunkel Von weither lügt die Sonne
SCHLEPPEND
holt der Abend
Libellenzart
BLICK ZURÜCK
Horch
Auf einen langen Blick
Hinter Glas zittert
Eine alternde Frau
bäckt helles Brot daraus
DER ACHTE BRIEF
Wir wirbeln die Zeit
mischen den Schneesturm
sinken weiß blühend
Ein Kelch randvoll mit
Schweigen
Wir ahnen im Wiegen der
Bäume
WIR WÜSTENSÖHNE
lagen im Inneren
bis zur Kurzatmigkeit
das ungeborene Wort
wir wurden gesprochen
DAS MEER RAUSCHT IN DEN PAPPELBÄUMEN
das Nordmeer
Endlich fallen von den Augen
die Waben
Grün fließt es über die
Felder
UND WEITER
Über steinige Rippen
und weiter
über die Schulter
auf dem Scheitel
BLONDE ZÖPFCHEN
Der Tag legt der Mutter
Sie bindet die Haare in
Scharlach
Heimlich trägt sie
Ihr Blick geht die Stufen
hinauf
Das Wort schmilzt im Mund
Nachts durchwandern sie |
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